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Kapitel 1 Dieses Kapitel hat noch nichts mit Trix Express zu tun, wohl aber mit Eisenbahn. Wir schreiben das Jahr 1955. Am 10. April war Ostern. Am 19. April begann in Bayern das neue Schuljahr und damit für mich der “Ernst des Lebens”. Ich wurde eingeschult, denn am 29. April vollendete ich mein 6. Lebensjahr. Ja, und wie jedes Jahr kam am 24. Dezember das Christkind. Und nun schaut einmal, was es dabei hatte!


Die Frau auf obigem Bild ist nicht meine Oma, sondern eine Tante meines Vaters. Sie war Jahrgang 1887. Meine Oma hat sich leider nicht blicken lassen. Sie war Jahrgang 1878.


Fragt mich bitte nicht, was das für eine Eisenbahn war. Jedenfalls war es eine Uhr-werksbahn, und die Flachbatterie, die auf zwei Bildern erkennbar ist, diente zu Beleuchtungszwecken.

Wie lange ich mit dieser Bahn gespielt habe, weiß ich auch nicht mehr. Sie stand jedenfalls, wie die beiden Fotos unten beweisen, auch zum “Teppichbahning” zur Verfügung, und da ich auf diesen Bildern genauso aussehe wie auf denen hier oben, die definitiv von Weihnachten 1955 stammen, muss es wohl so gewesen sein, dass die Bahn direkt nach Weihnachten den Weg von der Platte auf den Teppich nahm. Daher kam wohl auch, dass ich dieses Ding irgendwann satt hatte. Ich trampelte die Gleise platt! Dies tat mir zwar kurz darauf dann doch leid, aber meine Reparaturversuche blieben ohne Erfolg. Somit erübrigt sich auch die Frage nach dem Verbleib dieser Bahn...


Kapitel 2 Gott sei Dank hat sich mein Vater durch meinen oben beschriebenen Anfall von Zerstörungswahn nicht davon abbringen lassen, aus mir einen richtigen Modell-bahner zu machen. Und damit beginnt meine Geschichte von Trix Express.
Die erste Anlage war noch ziemlich übersichtlich. Sie bestand aus einem Oval mit Ausweichgleis. Immerhin war nicht nur ein Bahnhof mit Kiosk, sondern auch ein Güterschuppen vorhanden. Als Fahrzeuge gab es eine E 10 003 mit vier Güterwagen sowie einen einsamen Personenzug-Packwagen.

Das nächste Foto bekam ich damals nicht zu Gesicht, denn meine Eltern wollten noch etwas warten, bis sie mich mit der schockierenden Tatsache konfrontierten, dass das Christkind ohne die Hilfe meines Vaters gar nicht alles geschafft hätte.

Die E 10 003, den offenen Essen mit Bremserhaus und den geschlossenen Kassel gibt es heute noch.
Kapitel 3 Der oben gezeigte Zustand sollte auch nicht lange so bleiben. Wieder einmal legte sich das Christkind (oder war es mein Vater?) mächtig ins Zeug. Eine völlig neue Anlage entstand.

Ein Berg mit Tunnel brachte die dritte Dimension, und die E 10 durfte jetzt auch standesgemäß Schnellzugwagen ziehen, auch wenn sie auf diesen Bildern gerade mal wieder mit Güterzug unterwegs ist. Der Schnellzug bestand aus zwei blauen Touropa- und einem roten Speisewagen.

Das Dorf war um eine Kirche und ein Hotel gewachsen, über einen See, auf dem sich Segelboote und Kanuten tummelten, führte eine Brücke. Nur, wo ist der Güter- schuppen hin verschwunden?


Hier wäre die Gelegenheit gewesen, die E 10 mit Schnellzug zu sehen, wenn der Fotograf einen Moment später ausgelöst hätte.

Na, habt Ihr den Güterschuppen entdeckt? Er ist zwar ziemlich versteckt dort hinter dem Berg, aber er ist da. Und die E 10 ist mit Schnellzug unterwegs!

Und was haben wir da ganz rechts in der Ecke? Das kleine Stellwerk von Faller, das Jahrzehnte lang im Programm blieb. Mehr Bilder dieser Anlage gibt es nicht, auch wenn sie noch einige Zeit so bestand und das Hinzukommen meiner zweiten Lok, der E 94, sowie einiger weiterer Wagen erleben durfte. Bis auf den Bahnhof, den Güterschuppen und das Hotel habe ich heute noch alle Gebäude, die auf diesem Bild zu sehen sind.
Kapitel 4 Dieses Kapitel zeigt die letzte Anlage, die jemals fertiggestellt wurde.Und diese Anlage ist für mich etwas Besonderes, denn ich habe sie vollkommen alleine geplant und gebaut! Sie mag größer wirken als die beiden vorhergehenden, baut aber immer noch auf denselben beiden Platten auf! Mehr Platz war nicht vorhanden. Ihr werdet viele alte Bekannte wieder sehen, aber auch einiges Neue.


Nun hat auch der Güterschuppen wieder einen besseren Platz.

Und hier taucht sie erstmals im Bild auf, meine E 94, und sie hat auch gleich eine Reihe neuer Wagen mit am Haken: einen Rungenwagen, den Tieflader mit Trafo, einen silbernen Kesselwagen und einen Behältertragwagen “von Haus zu Haus”.

Ebenfalls neu im Fuhrpark: Die BR 80, hier mit zwei älteren Wagen.

Ich weiß, die Verdrahtung hätte man auch ordentlicher machen können, aber es hat meistens funktioniert.

Diese Anlage bestand, mit leichten Veränderungen, über etliche Jahre und wurde nach unserem Umzug in eine neue Wohnung noch ein oder zwei mal aufgebaut. Dann verschwand sie aus Platzgründen gut verpackt auf dem Dachboden, wo sie über 15 Jahre lang lagerte.
Kapitel 5 Dieses Kapitel ist schnell erzählt. Denn die vierte Anlage, die ich nach den vielen Jahren der Abstinenz nun im eigenen Haus zu bauen anfing, wurde aus privaten Gründen niemals fertig gestellt, und es gibt auch keine Bilder vom Bau. Damit ist dies vorerst auch das letzte Kapitel, denn an Kapitel 6 wird noch gearbeitet.
Wenn Ihr bis hierher durchgehalten habt, seid Ihr echte Hardcore - Nostalgiker! Wie, Ihr wollt noch mehr Nostalgie? Dann schaut doch einmal auf die Seite “Nostalgie-Anlage”..
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